Weihnachtssingen |
Musikalischer Dank an die Indische Botschaft
Seit 15 Jahren fährt der Schulchor der Nehru-Schule zusammen mit ausgezeichneten Schüler jeweils im Dezember in die Botschaft der Republik Indien um sich mit Weihnachtsliedern für die gute Zusammenarbeit und Unterstützung zu bedanken.
Aus dieser Dankesgeste der Nehru-Schule hat sich eine hochkarätige Feier der unterschiedlichen Kulturen dieser Welt in der indischen Botschaft in Berlin entwickelt.
Am vergangenen Freitag, den 12. Dezember, war es wieder soweit.
Per Bahn begaben sich 48 Schüler, die Chorleiterin, Frau Rengert, die Eltern Herr Wittwer, Herr und Frau Krause, Herr Zahn, Herr Rosenberg, die ehemalige Schülerin Wendula Stolz und Schulleiter Dieter Zscheischler auf den Weg in die Botschaft.
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Im Doppelstockwagen wird nochmals für den bald folgenden Auftritt eine öffentliche Probe gesungen. Weihnachtliche Klänge erfüllen den Zug. Im Sony-Center wird einfach so aus Freude öffentlich gesungen, bevor es dann in der Botschaft ernst wird.
Neben den Schülern der Nehru-Schule sitzen im Auditorium der Indischen Botschaft Schüler der Tagore-Oberschule Berlin, der Nelson-Mandela-Grundschule und der Berlin Britisch School.
Alle haben Lampenfieber, werden sie doch gleich vor der Botschafterin Indiens, Ihrer Exzellenz Frau Meera Shankar, dem Nuntius der Katholischen Kirche und Doyen des Diplomatischen Corps, Erzbischof Dr. Jean-Claude Perisset, weiteren Diplomaten und Mitarbeitern der Botschaft singen.
Zu Beginn betonen der Vertreter des Papstes in Berlin und die Botschafterin der Republik Indien, das Gemeinsame und das Verbindende der unterschiedlichen Weltreligionen.
Ein Mitarbeiter der Botschaft, er ist Hindu, berichtet über die in seiner Jugend in seinem indischen Dorf erlebten Kontakte mit Christen. Hindus und Christen feierten dort alle Feste gemeinsam, das Anderssein wurde respektiert und das gemeinsame Feiern und Zusammenleben war einfach nur normal. Warum klappt das im Kleinen und warum nicht immer im Großen, war seine Frage.
Dass Musik die Völker verbindet beweisen die folgenden anderthalb Stunden.
Die vier Schulchöre singen deutsche und internationale Weihnachtslieder und erhalten heftigen und wohlverdienten Applaus.
Speziell für diesen Tag haben sich Botschaftsangehörige zu einem Chor zusammengetan und singen ebenfalls von der christlichen Weihnachtsbotschaft.
Zum Abschluss wird von allen gemeinsam, Hindus, Christen, Moslems, Sikhs und Nichtgläubige, die Lieblingshymne von Mahatma Gandhi „Abide with me“ gesungen.
Nach einem Stehbankett im Empfangsraum der Botschaft ist noch der Besuch eines Weihnachtsmarktes angenehme Pflicht.
Die letzten zwei Lieder singt der Chor vor den verdutzten Mitarbeitern der Gepäckaufbewahrung auf dem Berliner Hauptbahnhof als Dank für die sichere Verwahrung der Musikinstrumente.