Regionale Schule

„ Jawaharlal– Nehru“ Neustrelitz

Konzeption zur Berufsorientierung

Die Berufsorientierung gehört zum Bildungs- und Erziehungsauftrag der Schule und ist Teil der schulischen Allgemeinbildung. Laut Schulgesetz wird die Zusammenarbeit zwischen Schule und Arbeitswelt durch den Gegenstandsbereich Arbeit-Wirtschaft-Technik und Informatik  sowie gezielte berufsorientierende Maßnahmen in allen Fächern gefördert.
In hohem Maße realisieren dabei die Schulen in Zusammenarbeit mit der Bundesagentur für Arbeit und den Betrieben der Region eine dezentrale Berufsorientierung.
In jeder Schule ist eine Lehrkraft für die Koordinierung der Aufgaben zur Berufsorientierung benannt. Die Schule entwickelt ein Konzept zur Berufsorientierung und schreibt dieses in ihrem Schulprogramm kontinuierlich fort. Die Berufsorientierung wird Bestandteil der Evaluation der schulischen Arbeit. In der
Richtlinie des Bildungsministeriums zur Berufsorientierung an allgemein bildenden Schulen vom 5. Juli 2007 sind sowohl die „berufliche Frühorientierung in den Jahrgangsstufen 5 bis 7“ als auch die „Berufsorientierung ab der Jahrgangsstufe 8“ geregelt.

Die berufliche Frühorientierung beginnt in der Jahrgangsstufe 5. Sie hat das Ziel, Schülerinnen und Schüler mit beruflichen Tätigkeiten bekannt zu machen und erste Anforderungen an das Berufsleben aufzuzeigen.
Maßnahmen der beruflichen Frühorientierung für die Klassen 5 bis 7 sind:

Ø  Fächerübergreifende Abstimmung der BFO in entsprechenden Unterrichtsfächern

Ø  Aufgabenauswahl oder Aufgabenstellung unter Aspekten des Wirtschaftslebens 

Ø  Öffnung der Schule durch altersgerechte Veranstaltungen mit Partnern aus der Elternschaft

Ø  GTS – Kurs mit Kooperationspartner DLR

Ø  Projekte zur Luft – und Raumfahrt

Ø  Teilnahme an schulischen und außerschulischen Wettbewerben

 

 

Die Berufsorientierung ab der Jahrgangsstufe 8 bis 10 umfasst vorrangig:
Das Schülerbetriebspraktikum
von insgesamt 25 Arbeitstagen, welches im Allgemeinen als Blockpraktikum durchgeführt wird. Die Schülerinnen und Schüler sollen durch Betriebserkundungen, Betriebsführungen und Gespräche sowie eigene Tätigkeit an einem oder verschiedenen Arbeitsplätzen einen Einblick gewinnen in den Aufbau eines Betriebes, seinen wirtschaftlichen Zweck, die organisierte Zusammenarbeit der Betriebsangehörigen, die für ihre Tätigkeiten erforderlichen Ausbildungen, die sozialen Belange und die Verflechtung des Betriebes mit anderen Betrieben oder staatlichen Institutionen. Das Praktikum soll damit zur Entwicklung des Verständnisses der Arbeits- und Wirtschaftswelt beitragen, die Jugendlichen in ihrer Berufswahl unterstützen und ihnen den Übergang in das Berufs- und Arbeitsleben erleichtern. Die praktischen Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler werden in einem Portfolio dokumentiert (z.B. Qualipass, Berufswahlpass, Logbuch:Ich bin qualifiziert)

 

Klasse 8

In dieser Jahrgangsstufe beginnt die gezielte Berufsvorbereitung .Die Schüler legen gemeinsam einen Berufshefter an .Sie führen im Rahmen des Unterrichts gemeinsame Betriebsbesichtigungen in Kleingruppen in verschiedenen Unternehmen und Einrichtungen durch.

Es wird ein Betriebspraktikum von 2 Wochen durchgeführt, was gemeinsam vorbereitet und ausgewertet wird. Am Ende des Praktikums präsentieren die Schüler ihre Ergebnisse vor den Mitschülern sowie vor den Ausbildern.

Die Schüler erhalten für alle Aktivitäten, die mit der Berufswahl zu tun haben, Kurzeinschätzungen und Beurteilungen, welche im Berufshefter gesammelt werden.

Maßnahmen der Berufsorientierung sind:

 GTS– Kurs zur Berufswahl in Zusammenarbeit mit dem ALV

Ø  Im Verlaufe des Projektes sollen bei den Schülern Schlüsselkompetenzen entwickelt bzw. gestärkt werden, die den Entscheidungsprozess für eine berufliche Wahl positiv beeinflussen. Es wird eine Projektmappe von jedem einzelnen Schüler angefertigt und

      die Teilnahme wird am Ende zertifiziert.

Ø  Teilnahme am Girls – Day und Boys – Day

Ø  Kennen lernen verschiedener handwerklicher Berufe

Ø  Selbst- und Fremdeinschätzung

Ø  Erstellen der Praktikumsmappe und einer Präsentation zum Praktikum

 

Klasse 9

Zu Beginn des Schuljahres lernen die Schüler die Berater der Arbeitsagentur kennen und besuchen das BIZ. Es erfolgt eine langfristige Orientierung der Schüler auf einen möglichen Ausbildungsberuf. Im Rahmen des Unterrichts erfolgt eine Berufsorientierung mit verschiedenen Aufgabenfeldern und Bereichen.

Mit dem Programm " planet-beruf.de " werden die einzelnen Interessen und Leistungsmöglichkeiten analysiert. Dadurch werden Empfehlungen zu möglichen Berufsmöglichkeiten gegeben und Einsichten in die typischen Tätigkeiten gesammelt. Die Schüler kennen die Anforderungen der Ausbildungsbetriebe, Ausbildungsinhalte und wissen nun, wie die Bewerbung angelegt sein soll für ein erfolgreiches Bewerbungsverfahren.

Im Unterricht werden nach DIN – Norm sämtliche Bewerbungsunterlagen angefertigt, ausgeduckt und für den eigenen Bedarf abgespeichert. 

Es wird das 2. Betriebspraktikum von 2 Wochen durchgeführt, was gemeinsam vorbereitet und ausgewertet wird.

Maßnahmen der Berufsorientierung sind:

 

Ø  Berufsberatung stellt sich vor

Ø  Besuch des BIZ in Neubrandenburg

Ø  Aushändigung des Lexikon der Ausbildungsberufe

Ø  Bewerbungsteste zu versch. Bereichen innerhalb des AWT- Unterrichts

Ø  Bewerbungstraining mit versch. Krankenkassen

Ø  Durchführung von Informationsveranstaltungen von Unternehmen und Einrichtungen

Ø  Besuch der Jobmeile in Neustrelitz

Ø  Rollenspiele zu Vorstellungsgesprächen innerhalb des AWT- Unterrichts

Ø  Nutzung von Aktionstagen ( zB. Pflegeberufe/ Krankenhäuser )

Ø  Praxis Kompakt/ Erfolgreich zum Ausbildungsplatz

Ø  Erstellung einer Bewerbungsmappe

 

Klasse 10

Die Schüler der Klassenstufe 10 führen im  Schuljahr ein einwöchiges Praktikum durch. Dabei stellen sich die Schüler in den Betrieben vor und legen ihre Berufshefter vor. Während des Praktikums fertigen sie eine Aufgabenmappe an. Auch in dieser Jahrgangsstufe erhalten die Schüler eine Beurteilung. Der Abschluss erfolgt durch eine umfassende Einbeziehung in den AWT – Bereich. Maßnahmen der Berufsorientierung sind:

Ø  Unterstützung bei der Berufswahl im AWT- Unterricht

Ø  Hilfe bei der Erstellung der Bewerbungsmappe

Ø  Unternehmen kommen in die Schule und stellen sich vor

Ø  Elternversammlung mit dem Berufsberater

Ø  Aushänge zu Ausbildungsmessen, Lehrstellenbörse, Tage der offenen Tür

Ø  Durchführung von Tests innerhalb des AWT- Unterrichts

Ø  Nutzung der neuen Medien bei der Suche nach Ausbildungsstellen

 

 

Fachliche , pädagogische und organisatorische Auswirkungen:

Ø  Die Schüler lernen viele verschiedene Interessenbereiche kennen.

 

Ø  Sie erhalten Einblicke in verschiedene Berufsbilder und Betriebe und können ihre Fähigkeiten besser einschätzen, Interessen werden bewusster wahrgenommen.

Ø  Sie kennen die Anforderungen der Arbeitswelt, Ausbildungsinhalte und wissen, wie die Bewerbung angelegt sein soll für ein erfolgreiches Bewerbungsverfahren.

Ø  Es erfolgt eine langfristige Orientierung auf einen möglichen Ausbildungsberuf.

Ø  Kontakte zu möglichen Ausbildungsbetrieben werden frühzeitig hergestellt.